Wohnen als Praxis 2011/2012

Annual Theme

Wohnen ist diejenige Form von städtischer Praxis, die private und öffentliche Räume gleichermaßen betrifft. Wohnräume sind dabei nicht nur Privatangelegenheiten – sie transportieren immer auch Vorstellungen von Gemeinschaft und Stadt als Gesamtheit. Städtischer Raum wird dagegen zunehmend bewohnt, viele einst private Lebensbereiche sind mittlerweile dorthin ausgelagert. In einer Betrachtung des Wohnens aus städtischer Perspektive wird deutlich, dass städtischer Raum und Wohnraum nicht getrennt voneinander zu verstehen sind, sondern zunehmend ineinander greifen, sich gegenseitig bedingen und formen. Neben weit verbreiteten und reglementierten Formen des Wohnens wie der Familien- oder Singlewohnung gibt es Nischen, in denen alternative Wohnformen erprobt werden, aber auch Räume, in denen das Wohnen zwangsweise stattfindet. Dabei spielen viele unterschiedliche Akteure eine Rolle: wohnungspolitische Vorgaben, der Wohnungsmarkt, selbstorganisierte Initiativen oder demografische Veränderungen nehmen Einfluss darauf, wie gewohnt wird.

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