Interdisciplinary Project. Places en realition — 10 x 10 Plätze (er)finden, verbinden und transformieren. 2017/18

Core Subjects

„Places en realition“ — 10 x 10 Plätze (er)finden, verbinden und transformieren. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Ruedi und Vera Baur Civic City, Head-Genève, Theater Saint-Gervais, Genf, und Hochschulen in Antananariva, Barcelone, Beyrut, Buenos Aires, Genève, Grand Paris, Halle, Sao Paulo, Strasbourg und Valparaiso.


Das interdisziplinäre Projekt von UD und Architektur untersucht aus forschender und entwerferisch-planender Perspektive konkrete Plätze und Situationen in Hamburg. Durch unterschiedliche Medien, durch Zeichnung, Video, Text, Modell, Installation und Aktion setzen wir uns mit der Stadt auseinander — und sie sich mit uns. Es geht um alltägliche Prozesse, Nutzungen und Un-nutzungen, Gemeinschaft und Auseinandersetzung, Geschichte und Zukunft an konkreten Orten, mit ihren räumlichen, politischen und sozialen Dimensionen. In Zusammenarbeit mit den neun Hochschulen zielt das Projekt auf eine Ausstellung in Genève, wohin wir unsere Beobachtungen, Erfahrungen und Interaktionen transportieren möchten.


Gesellschaftliche Anliegen und Auseinandersetzungen brauchen und verschaffen sich vor allem in Städten Platz. Das zeigen nicht nur die jüngsten, an Plätzen konzentrierten, gesellschaftlichen Umbrüche wie auf dem Tahrir Platz in Kairo oder dem Taksim Platz in Istanbul. Auch historisch sind Plätze als Orte von Machtdemonstration realisiert oder angeeignet worden. Sie unterlagen und unterliegen deshalb auch immer besonderen Kontrollvorkehrungen und spiegeln deshalb auf besondere Weise gesellschaftliche Machtverhältnisse.
Gesellschaftliche Verhälntisse verräumlichen sich so gesehen im Städtischen auf besondere Weise in Form von Plätzen. Das Gefüge „Platz“, das Menschen und Dinge temporär miteinander in Verbindung bringt, ist dabei unterschiedlich stabil. Es setzt Dichte und Diversität voraus, genauso wie unerwartete Treffen und Entdeckungen, es benötigt vor allem aber eine Offenheit, in der Kollektivität möglich wird.

Was können Plätze? Wen versammeln sie wie und was wird dort verhandelt? Was passiert durch Plätze? Wie passieren Plätze? Was passiert mit Plätzen, wenn hier etwas passiert ist? Welche demokratischen Zukünfte können Plätze schon heute realisieren? Und wie können diese schon heute untersucht werden?

Diesen Fragen geht das in Kooperation mit dem Ruedi und Vera Baur (Institut für Designrecherche Civic City) stattfindende interdisziplinäre Projekt nach. Civic City fragt danach, wie die Spezifika von Plätzen, ihre Geschichte, ihre soziale Realität, ihr Rhythmus, Atmosphäre, Leben gemeinsam untersucht werden können (vgl. Text von Civic City). Dabei ermöglicht die Kooperation den vergleichenden Blick auf die Erfahrungen und Projekte aus neun anderen Städten und die dort vorgenommenen Platzanalysen. So können Ähnlichkeiten und Unterschiede erarbeitet werden, die auf Möglichkeiten von Plätzen im Allgemeinen verweisen, als auch stadtspezifische Potenziale von Plätzen im Zusammenhang gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse.

Images

http://ud.hcu-hamburg.de/projects/core-subjects/places-en-realition-10-x-10-plaetze-er-finden-verbinden-und-transformieren

Information

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Contributors

Prof. Dr. Alexa Färber

,

Urban Anthropology and Ethnography

Prof. Mona Mahall

,

Architektur und Kunst