Transformation I Das Erbe der autogerechten Stadt 2012/2013

Core Subjects

Das Automobil und die Stadt haben bis heute trotz aller Bemühungen um die autogerechte Stadt nicht wirklich zueinander gefunden. Im Zuge der Entwicklung einer nachhaltigen Stadt wird es künftig darum gehen, Mobilität durch Erreichbarkeit zu ersetzen, Nähe und Interaktionsreichtum an die Stelle von Distanzüberwindung zu stellen. Das Verhältnis von Stadt und Verkehr muss somit neu verhandelt werden. Dabei gibt es seit dem 19. Jahrhundert eine reiche Geschichte zum Wechselverhältnis zwischen Verkehrsinfrastruktur und Stadtentwicklung. Die großartigen Boulevards, die Paris unter Baron Haussmann erhielt, sollten die bis jetzt mittelalterlich geprägte Innenstadt der rasanten Verkehrsmenge öffnen. Hobrechts berühmtes Berliner Modell war zunächst einmal ein Verkehrslinienplan. Vor allem nach 1950 verstand man urbane Verkehrsinfrastrukturen als Stadtautobahnen und folgte dem Leitbild der autogerechten Stadt. Bald folgten Protestbewegungen in den 1960er Jahren (u.a. New York, Boston, Bologna), die sich dieser einseitigen verkehrsplanerischen Optimierung widersetzten. Über die letzten Jahre schließlich mehren sich in verschiedenen Städten Europas und außerhalb interessante Beispiele dafür, wie Verkehrsräume zu urbanen Katalysatoren transformiert werden, die zwischen Verkehr, Stadt und Nachbarschaft vermitteln.
Das Seminar beschäftigt sich mit der Geschichte der urbanen Verkehrspolitik seit Beginn des 19. Jahrhunderts und fragt abschließend nach zeitgemäßen Strategien der Vermittlung von Stadt und Erreichbarkeit.

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