Die urbane Form: Henri Lefebvre 2008/2009

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Was ist das Urbane? Das Phänomen des Urbanen lässt sich nicht eindeutig als Objekt definieren, vielmehr als Prozess. In seiner totalen Widersprüchlichkeit und Komplexität zeigt sich das Urbane als Form. Aber nicht im Sinne einer Form der ersten Ordung, also einer Idee oder einer Gestalt. Sondern im Sinne einer absoluten Form oder Metaform, in der Differenz und Heterogeinität urbaner Raumproduktionsprozesse aufgehen. Aufgehen bedeutet hier aber nicht Aufhebung von Konflikten, im Gegenteil: gerade das Urbane und seine wanderenden Zentren sind ständig Gegenstand intensiver gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, die mal mehr und mal weniger sichtbar sind.
Diesem spannden Ansatz, möchte ich mit den Studenten nachgehen und schauen, welche Auswirkungen er auf unser gestaltendes Handeln hat und wie wir als urbane Raumproduzenten uns in unterschiedlichen Massstaben situativ einbringen und verorten können: also Metaformen selbst kerieren und nutzen! Das Programm besteht aus der Einführung in die Theorie der Verstädterung, Untersuchungen zur Stadt in diesem Kontext und den Versuch auf dieser Grundlage eigene Praxen zu theoretisieren.
Die grundlegende Theorie für diesen Ansatz stammt von dem französichen Philosoph und Raumtheoretiker Henri Lefebvre. Das Kapitel „Die urbane Form“ aus seinem Buch „Die Revolution der Städte“ werden wir in dem Seminar lesen und als Ausgangspunkt für unsere Arbeit verwenden.

Die Studierenden erwerben ein Verständnis für die Theorie der Verstädterung von Henri Lefebvre. Sie werden dazu befähigt, auf dieser Grundlage eigene Praxen zu reflektieren und zu theoretisieren.

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5 CP

Literatur:
Henri Lefebvre, Die Revolution der Städte
Henri Lefebvre: The Production of Space

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