Zeise II – Analyse eines Nutzungskonfliktes 2015

Master Theses

„Ein Parkplatz in Ottensen. Neben den historischen Zeisehallen gelegen, an der mit Bäumen umsäumten Ecke der Friedensallee befindet sich ein unscheinbar anmutendes Parkplatzareal. Seit einiger Zeit sorgt dieser Parkplatz jedoch für Schlagzeilen. Zeise II heißt das Neubauprojekt, das hier entstehen soll und um das sich Aufruhr regt. Urbane Transformationsprozesse wie dieser bergen ein gewisses Konfliktpotential. Henri Lefebvre sagte einst, dass das Potential der Städte in der Akzeptanz des urbanen Lebens mit all seiner Vielfalt, seinen Aushandlungen und Konflikten liege (vgl. Vrenegor 2014: 101). Unterschiedliche Meinungen, Vorstellungen und Wünsche verschiedener AkteurInnen begleiten den städtischen Alltag. Der Stadtraum ist geprägt von Aushandlungsprozessen sowie unterschiedlichen Wirkgefügen und -mächten. Bauwerke, Plätze und Straßen – sie alle sind das Ergebnis komplexer Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse verschiedener AkteurInnen. Die gebaute Umwelt kann daher verstanden werden als der materielle Ausdruck menschlicher Aktivitäten und Handlungen. Von großer Bedeutung sind in diesem Zuge die hinter dem Konflikt stehenden Ebenen und Anlässe. Der Konflikt speist sich aus unterschiedlichen Momenten, Machtgefälle sowie Motiven und Nutzungsansprüchen gegenüber des Areals und der zur Verfügung stehenden Mittel zur Umsetzung eben dieser Interessen. Die Arbeit setzt sich mit dem Thema des Nutzungskonfliktes Zeise II auseinander und fokussiert vor allem die Motivationen der AkteurInnen sowie den Prozess und die Geschehnisse hinter dem Konflikt. Dazu wird ein kurzer Abriss der Geschehnisse vorgenommen, um danach dezidiert auf Ereignisse und Motive und AkteurInnen einzugehen. In der Diskussion bzw. Analyse wird der Frage nachgegangen, wer sich auf welches Recht beruft und mit welchen Mitteln dieses umgesetzt wird. Es folgt eine abschließende Betrachtung, welche die Ergebnisse der Diskussion in einen höheren Gesamtkontext setzt: Wie wird über Stadt verhandelt? Und sich daher den Fragen von Beteiligung, stadtpolitischen Leitbildern und den nach Vorstellungen gegenüber (einer homogenen) Stadt stellt.“

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Information

Source: Vrenegor, Nicole (2014): Die Stadt von den Rändern gedacht. Drei Jahre Recht-auf-Stadt-Bewegung in Hamburg – ein Zwischenstopp. In: Gestring, Norbert; Ruhne, Renate; Wehrheim, Jan (Hrsg.): Stadt und soziale Bewegungen. Wiesbaden. S. 99 - 111.