Das flüchtige Wohnen? (Wohn-)Alltag von Geflüchteten in Hamburg im Spannungsfeld zwischen Regelwerk und Wohnpraktiken

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»Leben in flüchtigen Zeiten bedeutet, mit der Ungewissheit umzugehen – mit der zunehmenden Fluidität der wählbaren Lebensformen und der Dialektik von Angst und Sicherheit, mit dem Wachsen der sozialen Ungleichheit und dem ›Überflüssigwerden‹, mit der Globalisierung und dem Permanenzstatus des ›Flüchtlings‹.«
Zygmunt Bauman (2008)


Dieser Aufsatz schildert die Lebens- und Wohnsituation von Geflüchteten, die in den Zeiten der Flüchtlingskrise nach Hamburg gekommen sind. Die Annäherung an den Untersuchungsgegenstand erfolgt in drei Akten, deren Aufbau von Baumans Auffassung der flüchtigen Zeiten inspiriert ist. Der erste Akt Flüchtige Zeiten: Von (Im-)Mobilitäten und Integrationsdebatten im städtischen Kontext dient zur Darstellung eines weiteren gesellschaftlichen Kontextes, indem er sich auf unterschiedliche Perspektiven der Mobilität, Migration und des städtischen Zusammenlebens beruft. Im zweiten Akt Flüchtiges Wohnen: Vom urbanen (Nicht-)Wohnen im Wandel wird das Wohnen in der Stadt mit seinen vielen Facetten unter die Lupe genommen: Was bedeutet Wohnen, welche Kräfte verursachen dessen Wandel und was unterscheidet es von der Unterbringung? Der letzte Akt Flüchtiger Wohnalltag: Von subversiven Wohnpraktiken der Geflüchteten in Hamburg basiert auf den ersten Ergebnissen einer noch nicht abgeschlossenen empirischen Untersuchung. Er sucht abzubilden, wie Geflüchtete – bedingt durch das Zusammenspiel einer Vielzahl von Auflagen und Vorschriften und ihrer Materialisierung an Orten öffentlich-rechtlicher Unterbringung – eigentlich Wohnen praktizieren und somit städtische Raumproduktion beeinflussen. Im weiteren Sinne versteht sich der Beitrag als ein Plädoyer für eine größere Bezugnahme auf Bewohner und Nutzer – kurz Menschen – in Architektur, Stadtplanung, -entwicklung und -verwaltung.

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Information

Momic, Maja. 2018. Das flüchtige Wohnen? (Wohn-)Alltag von Geflüchteten in Hamburg im Spannungsfeld zwischen Regelwerk und Wohnpraktiken. In: Fluchtpunkt Hamburg. Zur Geschichte von Flucht und Migration in Hamburg von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, hg. von Nele Maya Fahnenbruck und Johanna Meyer-Lenz, 229–244. Bielefeld: transcript.

Contributors

M.Arch. Maja Momic

,

Ph.D. Candidate