Modes of Realising - Wohnen. Atlas 2017/2018

Student Projects

Der Atlas „Modes of Realising – Wohnen” beschäftigt sich mit dem Wohnen. Der Titel verweist auf verschiedene Arten und Weisen der Wohnraumproduktion: Kaffee trinken in der Waschküche, Millionen investieren, Podeste im Wohnzimmer bauen, Sprayen im Jugendzentrum - Wohnen ist überall. Die Rhythmen, Akteurskonstellationen und Praktiken, die das Wohnen aufspannen, gilt es in diesem Atlas fragmentarisch zusammenzustellen. So ist der Atlas als eine zeitliche, inhaltliche und perspektivische Momentaufnahme zu lesen.
Die aktuelle Wohnraumproduktion schreit geradezu nach Dekonstruktion: 10.000 neue Wohnungen - davon 3.000 gefördert - sind die Antwort der Hamburger Politik auf die (neue) Wohnungskrise. Diese Praxis der Problemlösung verfehlt die Prozesshaftigkeit des Urbanen. Es werden Wohnungen für Wohnformen gebaut, die nicht repräsentativ für die bestehende und vor allem zukünftige Sozialstruktur sind. Gesellschaftliche Veränderungen – wie die Alterung der Bevölkerung, flexibilisierte Arbeitsverhältnisse und losere Familienverbände – spiegeln sich im derzeitigen Wohnungsbau nur in monetär und hegemonial verwertbaren Dimensionen wider. Welche Arten und Weisen der Realisierung spannen die vielschichtigen Sphären des Wohnens auf?
Die Modes of Researching gehen der Frage dem (re)produktiven Charakter von Forschung im Kontext der Wohnraumproduktion nach. Mit den Modes of Mapping stellen wir zeitliche, örtliche, soziale und emotionale Zugänge zum Abbilden von Realisierung von Wohnraum dar. Die verschiedenen Modes of Using nehmen den Gebrauch und dessen Spuren in den Fokus. Welche Instrumente und Intentionen mit der Organisation von Wohnraumproduktion einhergehen, untersuchen wir in Modes of Organising. Modes of Meeting reißen Praktiken der Begegnung und deren räumliche Manifestation auf. (Im)materielle Ebenen der Repräsentation werden in Modes of Representing geöffnet.
Modes of Reading: Dieser Atlas lässt sich querlesen, der Aufbau folgt keiner Rangfolge oder chronologischen Struktur, wobei die Anordnung der Contents eine inhaltliche Nachbarschaft herstellt. Von außen sind die Inhalte durch rote Reiter markiert. Das Fragmentarische wird durch Design und Haptik verstärkt und diagrammatisch zeigbar gemacht. Wir intendieren eine vernetzte Lesart, die zum Mitdenken anregt. Mit dem Verweissystem unterstützen wir die Leser*innen darin, Relationen und Wechselbeziehungen zu erkunden - wie das Urbane selbst soll auch der Atlas komplexe Modes of Realising aufzeigen.


The Atlas „Modes of Realising: Wohnen“ deals with dwelling. The title refers to different modes of practicing housing: drinking coffee in the laundry room, investing millions, building an elevated level in the living room, spraying graffiti at a youth centre – dwelling is everywhere. The rhythms, actor constellations and practices that make up dwelling are depicted fragmentarily in this Atlas. It is to be read as a snapshot in time, content and perspective.


The current production of housing demands a deconstruction: 10.000 new flats (3.000 of those social housing) are Hamburg’s answer to the (new) housing crisis. This practice of problem-solving misses the processual character of the urban.

The flats that are being built do not match the existing or future social structures. Societal changes – such as the ageing of the population, flexibilized working conditions and newer types of families – are reflected only in the monetary and hegemonic dimensions of housing production. Which Modes of Realising produce the complexity of dwelling?


Modes of Researching deal with the (re)productive character of research in relation to housing production. In Modes of Mapping we depict temporal, spatial and emotional approaches and means of access. The various Modes of Using focus on use and its traces. The instruments and intentions that come with the organisation of housing are examined in Modes of Organising. Modes of Meeting open up practices of encounter and their spatial manifestation. (Im)material layers of representation are thematised in Modes of Representing.


Modes of Reading: This Atlas can be read across.
The composition does not follow a hierarchy or chronological structure. The assembly of the contents produces thematic proximities. Layout, design and haptic of the Atlas underline the fragmentary composition, which is made visible diagrammatically. The reference structure encourages the reader to explore relations and interdependencies – like the urban itself the Atlas intends to show complex Modes of Realising.

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Information

Entastanden im Rahmen des Urban Design Projects I
Modes of Realising - Projekt Neue Heimat
WS 2017/2018