Rhythmen der Parapolis – Akteure / Handlungen / Orten. Atlas 2015/2016

Student Projects

Wie sieht die Stadt der vielen Bewohnerinnen aus? Der Term Parapolis, die Stadt der Vielen, geht auf den Kulturwissenschaftler Mark Terkessidis zurück. Angeregt von seinem Werk Interkultur (2010) versucht dieser Atlas, den Zusammenhang zwischen einer Stadt und ihren Bewohnerinnen aufzuzeigen. Seine Arbeit ist als Annäherungsversuch zu verstehen, die Parapolis darstellbar zu machen. Etymologisch setzt sich der Term aus dem altgriechischen Substantiv pólis (dt. Stadt, Staat, Burg) und der Präposition pará (dt. neben, bei) zusammen.

Das Aufspüren städtischer Rhythmen setzt zunächst voraus, dass die Stadt selbst als dynamisches Konstrukt verstanden wird. Immer wieder wird auf eine Welt in Bewegung und das „new mobilities paradigm“ (Pilkington in: Burri und Ziemer 2014: 23) verwiesen. Manuel Castells schlägt daher vor die Stadt als Prozess zu begreifen (vgl. 2001: 322). Somit muss anerkannt werden, dass die städtische Bewohner*innenschaft einer stetigen Weiterentwicklung und Veränderung in ihrer Zusammensetzung unterliegt. Diese kommt in Form von Diversität und Heterogenität im Zusammenleben insbesondere durch Mobilitätserfahrungen als Teil des urbanen Alltags zum Ausdruck (vgl. Yildiz in: Bergmann und Lange, 2011: 73).
Mit dem Aufspannen der Frage nach den drei Aspekten – Akteure, Handlungen und Orte – gilt es im Folgenden zu klären, welche Zusammenhänge dieser drei Ebenen sich innerhalb der Parapolis finden lassen.

Der Atlas beinhaltet eine urbane Collage aus Versatzstücken. Er verkörpert eine Forschungsidee und ist als die Einübung eines Blickes zu verstehen: genau hinsehen, freilegen und Inhalte neu verschalten. So ermöglicht der Atlas einen Einblick in die Parapolis und ihre Dynamiken. Gleichzeitig legt er ihre Funktionen frei und zeigt ihre Bewohner*innen, ihre Praktiken und Verbindungen.
Der Atlas versammelt also Orte und Geschichten in Hamburg, gleichzeitig verweist er auf Orte in der Welt. Er bietet die Möglichkeit, durch die exemplarisch aufgedeckten Strukturen weitergedacht und ergänzt zu werden. Der Atlas kann als Quelle der Inspiration dienen, er kann helfen, den Blick auf die Parapolis zu schärfen und ein Gefühl für die Pluralität im urbanen Raum zu vermitteln. Letztendlich ist er als Katalog offener Fragen zu verstehen.

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Information

Entstanden im Rahmen des Urban Design Project I
Parapolis – city residents *
WS 2015/2016