Mehr Wohnen – Innovative Ansätze für gemeinschaftliches Wohnen und integrierte Quartiersentwicklung (MeWo)

Die Wohnungsmärkte in deutschen Großstädten stehen seit Jahren unter hohem Druck. Bevölkerungswachstum, Zunahme kleinerer Haushalte und ein steigender Wohnflächenverbrauch pro Person verstärken die Nachfrage. In Kombination mit steigenden Baukosten, Mieten und Immobilienpreisen wird das Grundbedürfnis Wohnen für viele Teile der Gesellschaft zu einem knappen und teuren Gut.

 

Zugleich verursacht der Bau und Betrieb von Gebäuden erhebliche CO₂-Emissionen und steht für einen hohen Ressourcenverbrauch. Damit entsteht ein Spannungsfeld: Es braucht mehr bezahlbaren Wohnraum – doch dieser muss sozial gerecht finanzierbar und ökologisch tragfähig gestaltet sein. Das erfordert das Hinterfragen heutiger Vorstellungen vom Wohnen.

Vor diesem Hintergrund rückt die Frage nach den normativen Grundlagen des Wohnens in den Mittelpunkt: Welche Vorstellungen und Erwartungen prägen Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und die Bewohnenden selbst? Wie äußert sich dieses „Wohnwissen“ in der Praxis – und welche Potenziale, aber auch Grenzen ergeben sich daraus für eine nachhaltige Stadtentwicklung?

Diesen Fragen geht das Forschungsprojekt Mehr Wohnen – Innovative Ansätze für gemeinschaftliches Wohnen und integrierte Quartiersentwicklung (MeWo) nach. In der Großwohnsiedlung Neu-Hohenschönhausen werden in einem Reallabor gemeinsam mit Bewohnenden, Wohnungswirtschaft und Verwaltung neue Wege für suffizientes Wohnen erprobt: von der Identifikation von Hemmnissen über die Entwicklung konkreter Lösungsansätze bis hin zur praktischen Umsetzung. Ziel ist es, das vorhandene Wohnwissen zu bündeln, weiterzuentwickeln und dessen Transformationspotenzial für sozial-ökologische Stadtentwicklung und Wege aus der Wohnungskrise sichtbar zu machen.

 

 

PROJEKTTEAM

Technische Universität Berlin, Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft

Prof. Dr. Kristin Wellner, Johanna Sadiki, Ben Gabriel, Aylin Akyildiz  

HafenCity Universität Hamburg, Fachgebiet Urban Design

Prof. Bernd Kniess, Dr. Yuca Meubrink

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Berlin, Abteilung IV – Wohnen und Stadterneuerung

Thomas Thrun

HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Dr. Rainer Johann, Stefanie Eichhorn

Förderung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt 

Förderbereich: Transformationscluster Soziale Innovationen für Nachhaltige Städte

Projektstart: 1. Juli 2025 

Projektlaufzeit: 5 Jahre 

contributors

2025/2026

Current annual theme

Sensing Zones

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