Port City Hinterland - Eine ethnographische Untersuchung Moorburgs

„Diese ethnographische Studie untersucht, wie ungewisse Infrastrukturprojekte bereits vor ihrer Realisierung wirken. Am Beispiel des Hamburger Dorfes Moorburg, das seit 1961 als Hafenerweiterungsgebiet ausgewiesen ist und durch den geplanten Bau der Autobahn A26 Ost bedroht wird, analysiert die Arbeit die Auswirkungen auf gebaute Umwelt, lokale Praktiken und sozial-ökologische Beziehungen. Methodisch basiert die Forschung auf einer viermonatigen Multi-Sited-Ethnographie mit Interviews, teilnehmender Beobachtung und Dokumentenanalyse. Theoretisch nutzt die Arbeit Temporalitäten, Infrastrukturen und Unsicherheit als zentralen Ansatz, ergänzt durch die Perspektive der Urbanen Politischen Ökologie (UPE). Die Ergebnisse zeigen, dass Planungsungewissheit produktiv wirkt: Sie bringt spezifische Wohn- und Nutzungspraktiken hervor, von Instandhaltungsmietverträgen bis zu informellem Eigenbau. Verschiedene Formen der Vergemeinschaftung entstehen, die von traditionellen Vereinen bis zu Umweltinitiativen reichen. [...] Die Arbeit verdeutlicht, dass ungebaute Infrastrukturen bereits gegenwärtig strukturierend wirken und aus struktureller Unsicherheit neue Handlungsräume, Gemeinschaftsformen und ökologisches Bewusstsein entstehen können.“

Urban Design Thesis Project by Paula Schüler

  • Image: Paula Schüler
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2024/2025

Dirt Cheap!

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